Berghaus

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Dezentrale Wohngruppe Zillerstall in Geislingen

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Rückblick
Die Dezentrale Wohngruppe wurde 1995 vorrangig für Mädchen
und Jungen konzipiert, die aus der Stammeinrichtung in Oberböhringen heraus, weiter bis zur Verselbstständigung betreut werden sollten. Damit dies dem Bedarf der Jugendlichen entsprechend gelingen konnte, waren andere Lebens-bedingungen notwendig, als eine Zentralversorgung in einem ländlich gelegenen Stammhaus bieten konnte: die Jugendlichen sollten in herkömmlichen Wohngebieten in der Stadt mit einer eigenständigen Versorgung leben. In einem Randgebiet von Geislingen wurde eine entsprechende Immobilie gefunden, in die die Jugendlichen 1995 zogen.

Mittlerweile sind die Jungen aus konzeptionellen Gründen in ein eigenes Haus gezogen, die Wohngruppe "Zillerstall" ist eine reine Mädchen-Wohngruppe geworden.


Räumliche Ausstattung
Die Mädchen leben in einem 3-Familienhaus in einer Wohnrandlage von Geislingen.
Es stehen ihnen 6 Einzelzimmer, 2 Bäder und 2 Teeküchen zur Verfügung.
Das große Wohn-Esszimmer und die Küche bilden den Mittelpunkt der Wohngruppe und werden von den Mädchen als gemeinsamer Treffpunkt genutzt.
Den Fachkräften steht im OG ein Büro- und Sanitärbereich zur Verfügung. Das Büro wird auch zur Nachtbereitschaft genutzt. Der Keller ist mit Vorratsraum und Funktionsräumen ausgestattet.
Um die Wohngruppe ist ein großzügiger Garten mit Grillplatz angelegt.


Betreuungszeiten
Die Mädchen werden das ganze Jahr über, auch in Ferienzeiten und an Wochenenden von Fachkräften begleitet. Während der Schulzeit findet keine Vormittagsbetreuung statt.
Geht der individuelle Betreuungsbedarf eines Mädchens über die Regelbetreuung hinaus, gibt es Möglichkeiten im Rahmen von Individuellen Vereinbarungen diesem nachzukommen. Der Mitarbeitereinsatz im Alltag wird z.B. bei den internen Freizeiten und bei altersentsprechenden differenzierten Gruppenaktivitäten angepasst.

Verkehrsanbindung

Die Wohngruppe befindet sich im Wohngebiet „Zillerstall“ in Geislingen.
Das Zentrum und alle öffentlichen Einrichtungen können gut per Bus oder zu Fuß erreicht werden.

Aufnahmekriterien

Unser Auftrag bezieht sich auf Kinder und Jugendliche, bei denen eine dem Wohl des Kindes entsprechende Erziehung in der Familie nicht mehr gewährleistet ist und eine stationäre Erziehungshilfe geeignet bzw. notwendig erscheint. Das Aufnahme- und Betreuungsalter bezieht sich auf Mädchen ab 10 Jahren.
Der Betreuungszeitraum kann bis zur jeweiligen Selbstständigkeit in einer eigenen Wohnung angelegt werden.
Wir nehmen norma lbegabte, lernbehinderte, bildungsschwache und seelisch behinderte (§35a) Mädchen auf.

Mädchen, die aufgenommen werden, können:
• aus problembelasteten Familien
• mit psychosozialen Problemen
• mit psychischen Störungen

Vorrausetzung für die Aufnahme ist die grundsätzliche Bereitschaft  der/des Jugendlichen, in einer Wohngruppe zu leben.
Das Ziel, schrittweise selbstständig zu werden, muss vom jungen Menschen gewollt sein. Deshalb muss dieser auch grundsätzlich die Bereitschaft mitbringen, mit pädagogischer Unterstützung und Begleitung, eine Schul- bzw. Berufsausbildung zu absolvieren.

Nicht aufgenommen werden:
• Mädchen mit stoffgebundenen Suchtkrankheiten
• Mädchen mit akuter Selbst- und Fremdgefährdung
• Mädchen mit akuten psychiatrischen Krankheitsbildern


Aufnahmeverfahren
Nach einer Aufnahmeanfrage findet ein Gespräch zwischen dem jungem Menschen, seinen wichtigen Bezugspersonen, dem zuständigen Sozialarbeiter des Jugendamtes und Pädagogen/Innen der Wohngruppe statt, bei dem der individuelle Hilfebedarf beschrieben wird. Es werden Erwartungen aller Beteiligten, Verpflichtungen (Vertrag) und Zielsetzungen, die sich im Leben der Wohngruppe ergeben, der Jugendlichen und ihrer Familie transparent gemacht.
Danach entscheidet das Pädagogenteam, das Jugendamt und die Eltern, ob die Wohngruppe einen bedarfsgerechten Rahmen für eine positive Weiterentwicklung des jungen Menschen zur Verfügung stellen kann.
Vor oder beim Einzug wird mit der Jugendlichen ein Vertrag abgeschlossen, in dem alle Vereinbarungen schriftlich formuliert sind. So wird auch für die Jugendliche deutlich, was von ihr in der Wohngruppe erwartet wird und worin sie Unterstützung und Begleitung erhalten kann.
In jedem Fall wird zunächst ein Wohnen auf Probe von individueller Dauer vereinbart. Diese Zeit soll den Pädagogen zeigen, ob die Aufnahmeentscheidung weiterhin Bestand haben kann und derJugendlichen ermöglichen, sich in ihre neue Lebenssituation ein zu finden und zu „spüren“, ob sie sich auf das Leben in der Wohngruppe einlassen kann.